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pro te medio - am Puls der Jugendkultur


Schlechte Stimmung, Streit, Stress, Vandalismus und Feindsinnigkeiten, Gewalt, Lästern, Ärgern, Mobbing - solche Verhaltensweisen vergiften in Schulklassen häufig das Lernklima.

Darunter leiden Schüler wie Lehrer. Aber das muss kein Dauerzustand werden. Hier können verschiedene Konflikt-bearbeitungsmethoden aus der Sackgasse heraushelfen und dauerhaft neue Wege zur Konfliktlösung aufzeigen.

Um den besonderen Anforderungen solcher Konflikte gerecht zu werden, gibt es pro te medio Netzwerkpartner die in diesem Anwendungsbegiet über spezifische Kompetenzen und Weiterbildungen verfügen, die sich "am Puls der Jugendkultur" orientieren.

vom Konflikt (Beispiel) ...


Florian beschimpft und schlägt Lena ohne ersichtlichen Grund. Nach Intervention der Lehrerin flüchtet er aus der Schule.

Nach einiger Zeit kommt er noch immer erregt zurück und geht bereitwillig vorerst in die Schulstation. Dort schildert er einen ärgerlichen Vorfall aus dem Schülerladen, der ihn nicht in Ruhe lässt:

Er hatte schon Ärger mit einigen aus der Gruppe und sich deshalb in eine Ecke zurückgezogen. Selbstvergessen baute er dort mit Lego. Bestimmte Steine hatte er sich zurechtgelegt. Plötzlich wollte Lena einige Steine davon für ihren Bau haben. Er konnte sie nicht entbehren und hat ihr das deutlich gesagt. Sie hat sich darüber hinweggesetzt. Als er sich darüber aufgeregt hat, hat sie nur „ph!“ gesagt und „so geguckt“. Da ist er ausgerastet.

Die Erzieherin ging dazwischen und hat ihn rausgeschmissen. Jetzt kam Lena wieder zu ihm und wollte seinen Goldstift. Da ist er wieder ausgerastet.

... zur Lösung (Beispiel)


Mit Hilfe der Gefühlsspirale können die Schul-Mediatorin und Florian Worte dafür finden, wie sich bei ihm die negativen Gefühle aufbauten.

Gemeinsam gehen sie in die Klasse und die Mediatorin erklärt den Mitschülern, was in Florian vorgegangen ist. Lena meint, das konnte sie ja nicht wissen und wenn es so ist, tut ihr das auch leid.

Er hätte ihr das ja auch sagen können statt zu hauen. Da pflichten ihr andere bei.

Für skeptische, misstrauische, herablassende, geringschätzige Blicke fehlt vielen Kindern der Wortschatz um „sagen zu können, statt zu hauen“. Deshalb wird für den nächstenTag ein aktuelles Thema angekündigt: „Der kiekt so - wenn Blicke töten könnten“.